Was ist Impotenz?

impotenz

Impotenz - Erektile Dysfunktion

Impotenz ist die volksmundige Bezeichnung der Erkrankung Erektile Dysfunktion und betrifft die fehlende Fähigkeit zur Erektion. Impotenz ist eine der am häufigsten anzutreffenden Erkrankungen bei Männern und wird häufig nur als Sexualstörung gesehen. Von Impotenz betroffene Männer weisen häufig unterschiedliche Ausmaße der Erektilen Dysfunktion auf und leiden oft zusätzlich zur fehlenden Erektion auch an anderen Erkrankungen, für die eine Potenzstörung das erste Anzeichen sein kann.

Grundlegendes zum Thema Impotenz

Grundlegend wird zwischen zwei Arten der Ursachen der Erektilen Dysfunktion unterschieden: den physischen und den psychischen Faktoren, die die Erektion betreffen. Eine Unterscheidung kann dabei sein, dass Männer, die nachts Erektionen haben, in der Regel an psychisch bedingter Impotenz leiden. Die häufigsten Ursachen für fehlende Erektion können Stress und übermäßiger Leistungsdruck sowohl am Arbeitsplatz als auch im Bett sein. Bei den meisten betroffenen Männern sind die Ursachen körperlich bedingt. Nach aktuellen Schätzungen leiden besonders Männer über 40 Jahre überdurchschnittlich häufig an Impotenz, nach Schätzungen mehr als 50%. Körperliche Ursachen für die Erektile Dysfunktion können zum Beispiel Herz-Kreislauf Beschwerden, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Diabetes, Operationen oder zu starker Alkoholkonsum sein.

Formen der Impotenz

Die Formen der Impotenz und der Erektilen Dysfunktion können unterschiedlich ausfallen. Einen kleinen Überblick über die Arten von Impotenz bietet Ihnen die folgende Zusammenfassung:

Impotentia coeundi

Impotentia coeundi bezeichnet mit Impotenz die ungenügende Erekiton, den Geschlechtsverkehr befriedigend ausüben zu können, sei es durch mangelnde Härte zur Penetration oder die Unfähigkeit, die Erektion für einen zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr aufrecht zu erhalten.

Impotentia concipiendi

Diese Variante der Impotenz betrifft nicht die männliche Erektion, sondern Frauen und wird auch mit Sterilität bezeichet. Es ist die Unfähigkeit, eine Eizelle für die Befruchtung durch männliche Samenzellen verfügbar zu machen.

Impotentia concupiscentiae

Impotentia concupiscentiae hat einige Begriffe im Volksmund. Es ist der fehlende Drang zur sexuellen Betätigung, der nicht direkt von der Erektilen Dysfunktion ausgelöst werden.

Impotentia satisfacionis

Hiermit wird die Erektionsstörung bezeichnet, bei der es mit Erektion aber ohne Orgasmsus zur Ejakulation kommt.

Ursachen für Impotenz

Die Ursachen für Impotenz (Erektile Dysfunktion) können unterschiedlich sein und sowohl psychisch aber auch körperlich bedingt sein. Besonders im jungen Alter sind Männer eher von psychischen Ursachen der Impotenz betroffen, während im zunehmenden Alter meist die physischen Ursachen eine größere Rolle spielen. Es zeigt sich, dass bei 80% der Männer, die an der Erektilen Dysfunktion leiden, körperliche Umstände die Ursache sind. Die psychologischen Ursachen der Erektilen Dysfunktion bedürfen eines Gesprächs mit dem Facharzt und können durch eine richtige Therapie behandelt werden. Liegt als Ursache für die Erektile Dysfunktion eine körperliche Beschaffenheit vor, werden häufig Potenzmittel zur Behandlung empfohlen. Zusammen mit dem passenden Potenzmittel hilft gegen Impotenz eine ausgewogene Ernährung und ausreichend körperliche Betätigung, wie z.B. regelmäßiger Sport. Durch die Stärkung des Kreislaufs und der Muskulatur können körperliche Ursachen langfristig beseitigt werden und somit die Wirkung der Potenzmittel verbessert oder gar überflüssig gemacht werden, um eine ausreichende Erektion zu erreichen.

Potenzmittel gegen Impotenz

Die Wirkung von Potenzmitteln ist einfach und die Stärkung der Erektion so zunächst nicht vermutet. Befürchtungen, Potenzmittel könnten zu unerwünschten, plötzlichen Erektionen führen, wurden durch eine weltweite Aufklärungskampagne und Berichte der ersten Anwender schnell zerstreut.

Wirkung der Potenzmittel - der PDE5 Hemmer gegen Impotenz

Der Prozess, die Intensität und Dauer der Erektion wird im Wesentlichen durch die gegensätzliche Wirkungsweise von zyklischem Guanin-Monophospat (cGMP) und Phosphodiesterase-5 (PDE5) bestimmt. Beide wirken unterschiedlich auf die dauerhaft kontrahierte Muskulatur im Penis.

Wirkung von zyklischem Guanin-Monophospat cGMP gegen Impotenz

cGMP wird bei sexueller Stimulation ausgeschüttet und entspannt die Muskulatur, die durch ihre normale Anspannung der von ihnen umschlossenen Blutgefäße, den Penisschwellkörper oder Corpora cavernosa, den Zufluß von Blut und somit die Erektion verhindert.

Wirkung von Phosphodiesterase-5 PDE5 zur Behandlung von Impotenz

PDE5 bewirkt den Abbau von cGMF, was regelmäßig nach der Ejakulation zur normalen Kontraktion der Penismuskulatur und damit zur Erschlaffung des Penis führt. Dies ist ein Schutzmechanismus, der einen Blutstau im Penis verhindert. Ein solcher Blutstau könnte die Gewebestruktur durch Sauerstoffmangel schädigen.

PDE5 für die Erektion

Bei Männern mit Impotenz oder erektiler Dysfunktion ist das natürliche Verhältnis zwischen cGMP und PDE5 gestört. PDE5 wird zu früh oder zu schnell ausgeschüttet und die Erektion verhindert. Durch die Zufuhr von Wirkstoffen wie Sildenafil, Vardenafil oder Tadalafil wird die Wirkungsweise von PDE5 gehemmt. Die Muskeln bleiben entspannt, das Blut fließt nicht ab und das Ergebnis ist das anhaltende Anschwellen der Penismuskulatur.

Die Impotenz wird durch die PDE5 Hemmer solange aufgehoben, solange sich der Wirkstoff im Kreislauf des Patienten befindet. Sollte der Reiz von außen oder die sexuelle Stimulation nachlassen, geht auch die Erektion wieder zurück. Das PDE5 kann damit wieder das zyklische Guanosinmonophosphat (cGMP) spalten und dadurch das Blut aus den Penismuskeln wieder abfließen. Die Inhibition von PDE5 hilft damit Männern, die Impotenz aufzuheben und körperlich bedingte Erektionsfähigkeit zu erreichen.