Erektionsstörung

Zwei Arten der Erektionsstörung

Eine Erektionsstörung bezeichnet allgemein die fehlende Fähigkeit des Penis, sich versteifen zu können. Wenn die Erektionsstörung länger anhält, dann wird das in den medizinischen Kreisen als eine Krankheit angesehen. Mögliche Ursachen können Vorerkrankungen sein, wie z.B. Diabetes oder zu hoher Blutdruck. Allerdings lässt sich auch sagen, dass nicht in jedem Fall eine direkte Ursache vorliegen muss. So können Männer auch altersbedingt an einer Erektionsstörung leiden.

Im Wesentlichen werden zwei Arten der Erektionsstörungen unterschieden.

Primäre Erektionsstörung

Die von Anfang an immer mal wieder auftretende primäre Erektionsstörung ist regelmäßig auf kurzzeitige Umstände zurückzuführen, die sich auf die Psychologie derart stark auswirkt, dass dies Auswirkungen auf die Erektionsfähigkeit hat. Sie ist also psychisch bedingt und meistens nicht von langer Dauer.

Sekundäre Erektionsstörung

Die sekundäre Erektionsstörung tritt unabhägig von der psychischen Situation der Mannes spontan und situativ auf. Die Gründe sind in diesem Fall oft organischen Ursprungs und werden vermehrt durch Diabetes mellitus, Hyperlipedämie, Hypertonie und Nikotinzufuhr hervorgerufen. Es können also sowohl äußerlich bedingte Faktoren, wie eine ungesunde Lebensweise, als auch rein organische Faktoren, auf die kaum Einfluss genommen werden kann, ausschlaggebend sein.

Pathogenese der sekundären Erektionsstörung:

  1. arteriell bedingt
    Zu etwa 60-70 % wird die situative Erektionsstörung durch mangelnde Blutzufuhr in den Penis hervorgerufen. Ursachen können Arteriosklerose oder diabetische Mikroangiopathie sein.

  2. venös bedingt
    Durch mangelnde oder fehlende Abdichtung der Penisschwellkörper wird die für eine anhaltend harte Erektion notwendige Menge an Blut nicht im Penis gehalten. Dieser unerwünschte Blutabfluß ist unkontrolliert und verursacht in ca. 20-30 % der Fälle eine anhaltende Erektionsstörung. Myozytendegeneration ist eine der möglichen Ursachen.

  3. neurogen bedingt
    Diese Art der Erectio deficiens ist oft eine Folge von Multipler Sklerose, diabetischer Polyneuropathie oder Verletzungen der kavernösen Nerven im kleinen Becken und macht etwa ein Zentel der Fälle sekundärer Erektionsstörung aus.

  4. homonell bedingt
    Testosteronmangel oder Prolaktinüberhöhung und nicht selten Kombinationen daraus bewirken zu ca. 1-5 % Erectio deficiens.

Behandlungen der Erektionsstörung

Die einfache Lösung für diese Art der potenziellen Probleme lautet: beseitigen Sie die Risikofaktoren. Für die richtige und wirksame Behandlung einer Erektionsstörung ist es wichtig, die Bestandteile einer Erektion zu verstehen, da die Ursache der Störung meist in einem dieser Bestandteile liegt.
Wenn die Erektionshemmnisse psychosomatischer Natur sind, kann hier eine Psychotherapie helfen. Durch die richtige Einstellung, Änderung der Lebensumstände oder andere bewusste Maßnahmen können die Blockaden, die zur Erektionsstörung führen, beseitigt werden. Stellen Sie allerdings zuvor sicher, dass die erektionslimitierenden Faktoren nicht organischer Natur sind.
Physiologische Ursachen können mittels medikamentöser Therapie behandelt werden. In den letzten Jahrzehnten wurden immer Behandlungsmethoden gegen die Erektionsstörung bei Männern entwickelt, sodass die Wahlmöglichkeiten groß sind. Besonders die medikamentösen Behandlungen sind mittlerweile aufgrund der verbesserten Effektivität und Verträglichkeit. Medikamentöse Therapien sind besonders häufig Vardenafil, Tadalafil oder Sildenafil.